Ein Außenzylinder ist eine kompakte Profilzylinder-Bauform für Aufschraub-Türzusatzschlösser, Kastenschlösser und separate Sicherheitsbeschläge. Er ist nicht baugleich mit einem Hebelzylinder.
Erklärung im Detail
Außenzylinder werden in Schlosskonstruktionen verbaut, die nicht auf das DIN-18252-Profilzylinder-Einsteckmaß ausgelegt sind. Typische Anwendungen sind Aufschraub-Türzusatzschlösser (zum Beispiel ABUS 7030 oder 7035), Kastenschlösser und separate Sicherheitsbeschläge. Die Schließgeometrie ist auf das jeweilige Schlossgehäuse angepasst und arbeitet meist mit Mitnehmer oder Schließhülse statt mit einem klassischen Schließbart nach DIN 18252.
Sicherungskartenanlagen lassen sich auch mit Außenzylindern kombinieren, sofern der Hersteller die Bauform innerhalb der gewählten Serie führt.
Abgrenzung zum Hebelzylinder
Ein Hebelzylinder ist eine eigene Bauform mit Schließnase oder Hebel anstelle des Schließbarts. Er wird in Briefkästen, Schaltschränken, Spinden und Möbelschlössern eingesetzt, ist typisch 22 bis 33 mm lang und hat keine Stulpschraubenaufnahme. Außenzylinder und Hebelzylinder sind also unterschiedliche Bauformen mit unterschiedlichen Einsatzzwecken und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Wo begegnet mir Außenzylinder?
Aufschraub-Türzusatzschlösser an Wohnungs- und Eingangstüren, Kastenschlösser an Nebeneingangstüren, separate Sicherheitsbeschläge sowie einzelne Konstruktionen im Objektbereich verwenden Außenzylinder.
Verwandte Begriffe
Weiterführend