VdS-Klasse: Definition & Erklärung | Glossar

VdS-Klasse im Schließanlagen-Glossar: kurze und verständliche Erklärung mit Beispielen und verwandten Begriffen.

Die VdS-Klasse ist eine Sicherheitseinstufung von Schließzylindern durch die VdS Schadenverhütung GmbH, einer Tochtergesellschaft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft mit Sitz in Köln.

Erklärung im Detail

Die VdS prüft Schließzylinder und vergibt Anerkennungsklassen in steigender Schutzwirkung: A, B, BZ und BZ+. Geprüft werden unter anderem Bohrwiderstand, Ziehwiderstand, Schlüsselsicherheit und konstruktive Merkmale. Die Anerkennung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber für gewerbliche Risiken und höherwertige Privatversicherungen ein etablierter Maßstab. Einzelne Versicherungstarife setzen eine bestimmte VdS-Klasse voraus.

  • VdS A: Standard-Profilzylinder mit Schlüsselsicherheit nach DIN EN 1303 Klasse 4 oder höher und einem Mindest-Bohrschutz.
  • VdS B: erhöhter Bohr- und Aufbohrschutz im Vergleich zur Klasse A.
  • VdS BZ: Klasse B mit zusätzlichem Ziehschutz gegen das Herausziehen des Zylinderkerns.
  • VdS BZ+: höchste mechanische Schutzklasse, oft Voraussetzung für die Versicherer-Anerkennung in Premium- und Risikoanwendungen.

Die Klasse ist in den technischen Datenblättern der Hersteller ausgewiesen. Beispiele aus dem Sortiment sind ABUS Bravus 4000 mit optionalem BZ+, Winkhaus keyTec VSX in BZ+ sowie KESO 8000 Omega² 81.E und 81.F mit optionalem BZ+.

Wo begegnet mir VdS-Klasse?

Banken, Juweliere, gewerbliche Lagerräume und Privathaushalte mit höheren Versicherungswerten setzen VdS-geprüfte Zylinder ein. Vor einer Anlagen-Bestellung lohnt sich der Blick in den Versicherungsvertrag, ob eine bestimmte VdS-Klasse (häufig BZ oder BZ+) vorgeschrieben ist.

Verwandte Begriffe

Weiterführend